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ChemieAls grundlegende Naturwissenschaft eröffnet die Chemie in allen technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen Wege für die Gestaltung unserer Lebenswelt. In der Ernährungssicherung, der Energieversorgung, der Werkstoffproduktion, der Informationstechnologie sowie der Bio- und Gentechnik stellt sie eine wesentliche Säule unserer Zivilisation dar.
Zentrale Aufgabe der Hogauer Chemielehrer ist es daher, Schüler mit den spezifischen Fragestellungen, Lösungswegen und Denkstrategien sowie praktischen Arbeitsmethoden der Chemie vertraut zu machen und den Schülern aller Ausbildungsrichtungen fachbezogene Kenntnisse und Methoden zu vermitteln. Uns ist es besonders wichtig, dass dem Experiment eine zentrale Bedeutung im Unterricht zukommt, denn es fördert im Schüler die selbstständige präzise Fragestellung, exaktes Beobachten und erzieht zu einer klaren, unvoreingenommenen Beschreibung der Phänomene. Das Analysieren und Deuten der Versuchsergebnisse fördern das Abstraktionsvermögen.
Der Chemieunterricht trägt nicht nur zum fachspezifischen Erkenntnisgewinn bei, sondern fördert, zusammen mit anderen Fächern, das vernetzte Denken der Schüler und versetzt sie in die Lage, ein rationales, naturwissenschaftlich begründetes Weltbild besonders bei der Diskussion aktueller Fragen wie etwa der Energieversorgung, der Ernährungssicherung, der Reinhaltung von Boden, Wasser und Luft und der Müllvermeidung bzw. -verwertung.

StD Michael Wörnzhofer
Fachbetreuer für Chemie

Naturwissenschaftliche Wettbewerbe

Engagement und Erfolge bei naturwissenschaftlichen Wettbewerben

Auch im Schuljahr 2025/26 bewiesen Schülerinnen unserer Schule großes Engagement, Ausdauer und Begeisterung für die Naturwissenschaften. Die Teilnahme an Wettbewerben bietet dabei eine wertvolle Gelegenheit, über den Unterricht hinaus eigenständig zu arbeiten, Interessen zu vertiefen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Seraphina Schoch und Maya Stitzinger aus der Klasse 8b stellten sich der Herausforderung der 23. Internationalen JuniorScienceOlympiade (IJSO) 2026. Im Rahmen der anspruchsvollen Auswahlrunde führten sie eigenständig im Zweier-Team eine Reihe aufwändiger naturwissenschaftlicher Experimente zu Hause durch. Dabei waren nicht nur praktisches Geschick und theoretisches Verständnis gefragt, sondern auch eine sorgfältige Planung sowie eine strukturierte und präzise Dokumentation der Ergebnisse. Mit großem Einsatz und viel Durchhaltevermögen erarbeiteten sich die beiden Schülerinnen ein hervorragendes Ergebnis von 70 Punkten. Den Einzug in die nächste Runde verpassten sie damit denkbar knapp um lediglich 0,5 Punkte – ein Resultat, das ihre starke Leistung eindrucksvoll unterstreicht und große Anerkennung verdient.

Auch im Bereich Chemie konnte unsere Schule einen besonderen Erfolg verzeichnen: Yejin Park aus der Klasse 10d nahm am renommierten Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ teil. Nachdem sie die erste Runde mit sehr guten Ergebnissen absolviert hatte, wurde sie als eine von nur 30 Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern aus ganz Bayern zur zweiten Runde eingeladen. Diese fand am 18. März 2026 an der Chemie-Fakultät der Technischen Universität München in Garching statt.

Dort erwartete die Teilnehmenden eine anspruchsvolle Klausur, die sowohl fundiertes Fachwissen als auch die Fähigkeit zum vernetzten Denken erforderte. Gemeinsam mit ihrem betreuenden Lehrer Michael Wörnzhofer erhielt Yejin Park darüber hinaus interessante Einblicke in den Universitätsalltag und die Arbeit in der Forschung. Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an einer anschaulich und unterhaltsam gestalteten Experimentalvorlesung von Prof. Dr. Tom Nilges und seinem Team, die den Schülerinnen und Schülern aktuelle Themen der Chemie auf eindrucksvolle Weise näherbrachte.

Auch wenn es am Ende nicht ganz für das Weiterkommen in die nächste Runde – die Regionalrunde Süddeutschland – reichte, war die Teilnahme an diesem Wettbewerb eine äußerst bereichernde Erfahrung. Sie bot nicht nur die Möglichkeit, das eigene Wissen unter Beweis zu stellen, sondern auch, neue Perspektiven auf wissenschaftliches Arbeiten zu gewinnen und erste Einblicke in die Welt der Universität zu erhalten.

Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen herzlich zu ihren hervorragenden Leistungen und danken ihnen für ihren großen Einsatz sowie ihre Begeisterung für die Naturwissenschaften. Gleichzeitig hoffen wir, dass ihre Erfolge viele weitere Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, im kommenden Schuljahr ebenfalls an Wettbewerben teilzunehmen, eigene Talente zu entdecken und sich neuen Herausforderungen mit Neugier, Mut und Ausdauer zu stellen.

Diese Motivation scheint schon zu wirken: seit dem 1.4. 2026 nimmt Yejin Park an der Chemie-Olympiade teil. Wir sind schon gespannt, welches Ergebnis sie beim Abschluss der ersten Runde im November 2026 erreichen wird und drücken die Daumen.

StD Wörnzhofer

Selbstgemachte Kristalle in Oy-Mittelberg ausgestellt

Das P-Seminar Chemie von Herr Sponbrucker präsentiert stolz ihre eigenen Arbeiten in der Allgäuer Steinerlebniswelt in Oy-Mittelberg. Drei chemische Verbindungen, Caesiumchlorid, Natriumchlorid und Zinkblende wurden plakativ und räumlich in Form von selbstgebauten 3D-Modellen dargestellt. Weitere fünf Kristalle (Kaliumaluminiumsulfat, Kupfersulfat, gelbes und rotes Blutlaugensalz sowie Kaliumnitrat) wurden selbst gezüchtet und ausgestellt. Detaillierte Informationen können vor Ort auch mit QR-Code abgerufen werden. Die Ausstellung läuft noch bis April und kann bei Besuch des Museums mitangesehen werden. Die Steinerlebniswelt ist eine der größten Ausstellungen Europas, welche sich mit der Vielfalt weltweit existierender Mineralien beschäftigt. Die Öffnungszeiten des Museums können unter https://steinerlebniswelt.de/ abgerufen werden. Wir freuen uns über einen Besuch!

Helena Menge, Q12

Großer Erfolg bei „Experimente antworten“

Jimin und Elena (beide zehnte Jahrgangsstufe) haben mit großem Erfolg am Wettbewerb „Experimente antworten 2022/2023“ teilgenommen. Die beiden Schülerinnen überzeugten die Juroren mit ihren ausgeklügelten Experimenten und Ideen zu den Themen Kaseinplastik und Nachhaltigkeit. Dabei produzierten die beiden unter anderem nachhaltiges Kinderspielzeug, Kinderschutzelemente sowie Klebstoff und testeten diese wissenschaftlich korrekt auf ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften. Für dieses großartige Leistung werden Elena und Jimin mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Die beiden Urkundenträger mit Schulleiter Thomas Schauer

Die Chemieräume präsentieren sich im neuen Gewand

Bereits 2016 hat sich abgezeichnet, dass in den Chemieräumen einige Sicherheitsmängel vorhanden waren und die gesamte Möblierung in die Jahre gekommen ist. Nach langer Planung und Wartezeiten bis zur Freigabe für den Umbau konnte es im April 2019 endlich mit dem Ausräumen losgehen. Eine Unmenge an Gefäßen, vom kleinen Reagenzglas bis zur großen Glaswanne und viele viele andere Kleinteile und Geräte mussten in Umzugskartons verpackt und zwischengelagert werden. Dank der tatkräftigen Mithilfe von mehreren Klassen war es Anfang April 2019 geschafft: die Räume waren leer und bereit für den Umbau. Mit dem vollständigen Entfernen aller Möbel und der Zwischenwand zum Chemiesaal sowie der alten Leitungen begannen die sehr staubigen Arbeiten. Wände und Decken mussten geöffnet, Träger eingebaut, neue Leitungen eingezogen und alles wieder verschlossen werden.

Da Verzögerungen durch unvorhersehbare Zusatzarbeiten und sehr lange Lieferfristen für die Möblierung nicht ausblieben, waren die Räume leider zum Schuljahresbeginn 2019 noch nicht fertig gestellt. Noch einige Monate mussten sich Schüler und Lehrer gedulden, bis sie in die sehr schön gewordenen Säle einziehen konnten und die Ausstattung vollständig benutzbar war. Wie auf den Bildern zu sehen, hat sich das Werten jedoch gelohnt: die Räume sind sehr schön geworden. Jetzt ist wieder ein zeitgemäßer und sicherer Chemieunterricht und ein praktisches Arbeiten in den Profilstunden möglich.

StD Michael Wörnzhofer