"Unser Allgäu soll sauber bleiben!"
Am 2. Oktober 2026 haben wir, die Klasse 8a, mit unseren Klassenleitern Frau Uysal und Herrn Schiefele zusammen an der Challenge „Müllfreies Allgäu“ teilgenommen. Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt, uns dann an der Schule in zwei verschiedene Richtungen aufgemacht und angefangen, Müll zu sammeln. Es war erschreckend, wie viele Dinge wir gefunden haben, die nicht in die Natur gehören. Müll gehört ja generell nicht in die Natur, aber wir hatten nicht erwartet, dass wir Bierflaschen, Hygieneartikel, Bauabfälle etc. finden würden. Das Kurioseste, was wir gefunden haben, war eine verbogene und verdellte Metallstange in einem Gebüsch, wo diese ja echt nichts zu suchen hat.
Aber das, was uns am meisten ärgerte, waren die etlichen weggeworfenen Flaschen und eine Tüte Hundekot, als wir in Richtung Schwangau gegangen sind. Vor allem am Parkplatz direkt vor unserer Schule fanden wir viele giftige Zigarettenstummel und Taschentücher, die auch aus Kunststofffasern bestehen und nicht verrotten. Dies war sehr erschreckend, da das Problem daran war, dass sich diese Dinge nicht so einfach zersetzen.
Vor allem aber ist uns aufgefallen, wie die Camper einfach ohne Gewissen ihren Müll entsorgen, an einem Platz, an dem noch andere Touristen sich eine schöne Zeit machen wollen. Diese Aktion hat aber auch unseren Klassenzusammenhalt gestärkt und unser Bewusstsein für Umweltverschmutzung und Vermüllung von touristischen Städten geschärft. Nächstes Mal werden wir wohl zweimal überlegen, ob wir jetzt ein Taschentuch einfach rauswerfen oder einen Mülleimer suchen gehen.
Hogau summt
Die erste Hohenschwangauer Schulimkerei kann auf ein sehr erfolgreiches erstes Betriebsjahr zurückblicken. Nachdem der finanzielle Grundstein für die Basisausstattung durch den Förderverein der Schule gelegt war, arbeiteten zunächst eine Reihe interessierter Internatsschüler an der praktischen Umsetzung des Projektes. Der Fleiß der Internatler trug ausgesprochen süße Früchte, so dass dreimal geschleudert und mehrere dutzend Kilo besten Honigs geerntet werden konnten. Ohne die Einsatzbereitschaft des Schwangauer Imkers Christoph Geiger, der das Projekt weiterhin intensiv begleitet, wäre dieser Ertrag nicht möglich gewesen. Die von ihm gelieferten beiden Bienenvölker erwiesen sich zudem als äußerst produktiv und robust – das zeigte sich auch darin, dass sie die Winterruhe ohne größere Verluste überstanden. Weiterhin trat zufällig schon im ersten Jahr der Schulimkerei das Phänomen der Melezitose auf, welches vielen Imkern im Umkreis massive Einbußen bescherte. Hierbei kristallisiert der eingetragene Waldhonig so schnell in den Waben, dass er kaum mehr geerntet werden kann. Die Hogauer Bienen trugen allerdings nur geringe Mengen dieses „Zementhonigs“ ein. Seit dem Schuljahr 2024/25 verstärken Schüler des Wahlunterrichts Schulimkerei das schon bestehende Internatsteam. Sie halfen dabei mit, die Völker winterfest zu machen, fertigten selbstgedrehte Wachskerzen an und besetzten den Imkereistand am Weihnachtsbasar. Am Ende des Abends waren alle Wachsprodukte und der Hogauer Honig komplett ausverkauft - eine schöne Bestätigung für die Arbeit von Mensch und Tier.
Gemüse-Ackerprojekt mit der 5a (Kunstunterricht) und der Kreativwerkstatt
Angeleitet vom Acker e.V. und finanziell unterstützt von der AOK begannen wir im Herbst '23 eine ungenutzte Grasfläche Richtung Schülerparkplatz abzustecken und mit Grasschnitt und Laub abzudecken. Im Februar '24 gruben wir den Acker um und schafften 10 Beete.

Anfang Mai, im Juni und Juli pflanzten wir Kartoffeln, Radieschen, Salate, Tomaten, Kohlrabi, Zwiebeln, Möhren, Haferwurz, Knoblauch, Mais, Palmkohl, Mangold, Fenchel, Zichorien, Pastinaken, Kürbis usw.
Im Rahmen unseres Kunstunterrichts zeichnete die halbe Klasse entsprechende Motive (Mangoldblatt, Radieschen mit Blättern etc.) neben dem Acker; bzw. knüpften Bänder und umwickelten Stöcke für Beetabgrenzungen, gestaltete Beetschilder, Flatterbänder, Naturspiele und eine Vogelscheuche. Die „Gärtner“ arbeiteten gleichzeitig mit großem Engagement am Acker, indem sie umgruben, pflanzten, säten, Unkraut, Steine und Schnecken entfernten.
Tatkräftige Unterstützung gab es von Stefan Sponbrucker, Eva Riggs, unseren Hausmeistern Kurt Pölzl und Armin Neuber sowie einigen Eltern.
So erwerben wir Wissen und Erfahrung im Gemüseanbau und entwickeln Wertschätzung für Natur und Lebensmittel.
Klasse 5a & Gabi Straubinger
Hogau erntet

Auch dieses Schuljahr nutzten Schüler des Internats Hohenschwangau den Garten zum Anbau eigener Lebensmittel. Im Mai 2023 wurde eine kleine Parzelle mit Kartoffeln angelegt; dabei konnten sich die Schüler mit den landwirtschaftlichen Grundfertigkeiten vertraut machen: graben, säen, düngen und (viel) jäten. Die Mühe wurde im Herbst mit einer reichen Ernte erstklassiger Feldfrüchte belohnt, die direkt in der Mensaküche ihre Verwendung fanden.
Winfried Martin
Frisches Gemüse für Hogau – Start frei für die GemüseAckerdemie


In Kooperation mit der GemüseAckerdemie gestalten die Klasse 5a unter der Leitung von Frau Straubinger sowie die Umwelt AG mehrere Beete, um dort in den Sommermonaten verschiedene Gemüsesorten ernten zu können. Bereits im März ackerten die Schüler die Beetflächen fleißig um, sammelten und entsorgten umherliegenden Müll und grenzten die Beete von den umliegenden Flächen ab, sodass nun ab April mit dem Aussäen und Einpflanzen begonnen werden kann. Neben dem Spaß am praktischen Arbeiten steht dabei die Förderung der Wertschätzung von Natur und Lebensmitteln im Mittelpunkt. Zudem bekommen die Kinder einen Einblick in die Möglichkeiten eines regionalen, pestizidfreien Gemüseanbaus im eigenen Garten und lernen, dass all dies kein Hexenwerk ist.
StR Sponbrucker




